Kleine große Schritte - Jodi Picoult [Rezension]



ENTHÄLT WERBUNG*




Genre: Roman
Seiten: 577
Verlag: C. Bertelsmann
Ausgabe: Gebundene Ausgabe
Preis: € 20,-

Bewertung: 4 von 5 Eulen








Ruth Jefferson ist eine afroamerikanische Hebamme mit langjähriger Erfahrung im Krankenhaus. Eines Tages soll sie sich um das Neugeborene der Familie Bauer kümmern. Doch die Eltern verbieten ihr, ihr Baby anzufassen - weil sie schwarz ist. Als sie sich unerwarteterweise alleine auf der Station befindet, erleidet das Kind eine Krise und stirbt daraufhin. Ruth wird angeklagt, schuld an seinem Tod zu sein und ein nervenaufreibendes Verfahren beginnt.









Der knapp 600-seitige Roman beschreibt die Geschichte von Ruth - einer Afroamerikanerin im Kampf gegen den alltäglichen Rassismus, der weiter verbreitet ist, als man auf den ersten Blick sieht.  Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Sichtweisen erzählt. Man begleitet die Protagonistin Ruth, ihre Anwältin Kennedy und Turk, den rassistischen Vater des verstorbenen Babys. 

Besonders die Sichtweise von Turk Bauer war interessant geschrieben, da man auch die Hintergründe seiner Sichtweisen erfährt bzw. wie es dazu kam, dass aus ihm ein derart verbitterter Mensch wurde. Auch die anderen Charaktere waren vielschichtig und facettenreich. 

Trotz seiner Länge kam bei mir keine Langeweile auf. Ich habe die Gerichtsverhandlung sehr gerne verfolgt und auch die gesamte Story rundherum war hatte einen interessanten Aufbau und einen angenehm flüssigen Schreibstil. Die Autorin hat es geschafft, mich zu berühren und ich hatte beim Lesen einen Kloß im Hals. Die Geschichte lässt einen bestimmt nicht kalt.

Besonders eindrucksvoll wird das - leider immer noch sehr aktuelle Thema Rassismus - aufgearbeitet und in die Geschichte eingeflochten. Wie geht es einer Schwarzen im Alltag, in einer Wohngegend mit überwiegend weißer Bevölkerung? Wie geht die Familie mit Ablehnung aufgrund ihrer Hautfarbe um? Während man Ruth begleitet, kann man diese Dinge vielleicht ein wenig besser verstehen lernen.

Mein einziger Kritikpunkt ist das Ende, welches mir nicht ganz so gut gefallen hat. Um nicht zu viel zu verraten, werde ich nicht genauer darauf eingehen. Dieser Punkt war aber nicht so gravierend, weshalb ich das Buch trotzdem empfehlen kann. Vor allem alljenen, die juristisch interessiert sind, da die Gerichtsverhandlung und die Vorbereitung darauf in der Geschichte einen wesentlichen Teil ausmachen. Für Fans der Autorin oder diese Art von Geschichten ist es definitiv einen Blick wert.










Ein sehr lesenswerter Roman mit aktuellem Thema - 4 von 5 Eulen








*[Werbung] Rezensionsexemplar - vom Verlag dankend erhalten

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Wenn du auf meinem Blog kommentierst, werden die von dir eingegebenen Formulardaten (und unter Umständen auch weitere personenbezogene Daten, wie z. B. deine IP-Adresse) an Google-Server übermittelt. Mehr Infos dazu findest du in meiner Datenschutzerklärung und in der Datenschutzerklärung von Google.
(https://policies.google.com/privacy?hl=de)