Das letzte Ritual - Yrsa Sigurdardóttir [Rezension]





Genre: Thriller
Seiten: 383
Verlag: btb
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: 9,99 (DE)

Bewertung: 3 von 5 Eulen







Die junge Anwältin Dóra Gudmundsdóttir wird nach einem schrecklichen Mord beauftragt, Nachforschungen anzustellen. Auftraggeber sind die Eltern des Opfers, ein deutsches Ehepaar, deren Sohn an der Universität in der Hauptstadt Islands Geschichte studierte und auf grausamste Weise ermordet aufgefunden wurde. Ihn interessierten vor allem die Hexenverbrennungen in Island, womit er sich eingehend beschäftigte und auch der Zustand seiner Leiche weist Symbole aus vergangenen Jahrhunderten auf.









Island zur Zeit der Hexenverbrennungen. 2 Themenbereiche in Kombination, die mich nach Entdeckung dieses Buches sofort neugierig machten. Da die Autorin ja in ihrem Genre schon sehr bekannt ist, wollte ich auch unbedingt ein Buch von ihr lesen und war sehr gespannt darauf.

Bleiben wir gleich bei dem Genre. Das Buch wird als "Thriller" tituliert. Für mich stellte sich aber während des Lesens schnell heraus, dass dies viel eher ein Krimi als ein Thriller ist. Leider habe ich mit Krimis bis jetzt nicht die besten Erfahrungen gemacht, was sich auch hier wieder etwas bestätigte.

Bis die Geschichte richtig interessant wird, dauert es leider sehr lange. Der gesamte Anfangsteil zog sich für mich sehr in die Länge und ich hatte das Gefühl, gar nicht voran zu kommen. Zum Beispiel gibt es zu Beginn eine Szene, in der die Protagonistin gefühlt ewig wegen eines bestimmten Begriffs rätselt, nur um ihn danach (endlich) im Internet zu suchen und sofort fündig wird. Solche kleinen Dinge, die die Geschichte unnötig hinausziehen, sind mir öfters aufgefallen. Das fand ich besonders schade, da das Grundthema ansich äußerst spannend ist. Allerdings hat mich das Buch (vor allem in der ersten Hälfte) dann doch - ich muss es leider so sagen - gelangweilt... Was für einen Thriller, wie er betitelt wird, kein gutes Zeichen ist.

Die Charaktere blieben für mich eher einseitig und undurchsichtig. Die Protagonistin konnte ich oft nicht richtig nachvollziehen und auch die anderen Personen wollten mir nicht so richtig sympathisch vorkommen.

Positiv hervorheben möchte ich allerdings den Schreibstil, der sich vor allem ab der zweiten Hälfte des Buches gut und flüssig lesen lässt. Auch ein wenig Humor klingt immer wieder mit, aber nicht zu viel, sodass es für das Genre passend war.

Somit bekommt das Buch von mir dann trotz viel Kritik noch 3 Eulen für einen angenehmen Schreibstil, ein tolles Thema und ein dann doch unvorhersehbares Ende.





3 von 5 Eulen, da meine Erwartungen leider nicht ganz erfüllt wurden.










Kommentare:

  1. Hallo Andrea,

    ursprünglich ist es Fischerverlag erschienen und da wurde es auch Krimi genannt. Deinen Kritikpunkt kann ich hier sehr gut nachvollziehen. Ich mag es nicht, wenn die Verlage mit den Genres gar so frei umgehen.

    Jedenfalls bin ich schon recht auf dieses Buch gespannt, weil ich der Autorin in diesem Jahr regelrecht verfallen bin. Zu diesem Reihenauftakt habe ich viele ähnliche Meinungen gelesen. Gut zu wissen, worauf man sich einstellen darf.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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  2. Huhu!

    Das letzte Buch der Autorin - DNA - ist ja derzeit ziemlich präsent auf Buchblogs. Trotzdem war mir die Autorin bisher eher unbekannt, muss ich gestehen. Vielleicht wird es mal was, wenn ich endlich meinen ersten Arnaldur Indridason geschafft habe, "Nordermoor" liegt jetzt schon eine halbe Ewigkeit bei mir, ohne dass ich es je geschafft hätte. Aktuell hat jetzt aber erst einmal die Uni Vorrang, da habe ich bis Anfang Dezember eine Arbeit zum Thema "Crowdinvesting" abzugeben ...

    Liebe Grüße
    Marie

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