Ein ganzes halbes Jahr - Jojo Moyes [Rezension]







Genre: Roman
Seiten: 520
Verlag: Rowohlt
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: 9,99 (DE)

Bewertung: 5 von 5 Eulen







Louisa Clark verliert eines Tages ihren Job in einem kleinen Café und begibt sich daraufhin auf Arbeitssuche. Nach einigen erfolglosen Versuchen kann sie als Pflegehelferin für Will, einen Tetraplegiker, beginnen, der seit einem Unfall an den Rollstuhl gefesselt ist. Für sechs Monate soll Louisa ihm zur Seite stehen und ihm helfen, seinen Alltag zu bestreiten. Die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein, und doch ergänzen sie sich (vielleicht gerade deshalb) perfekt für Louisas Aufgabe.










Wie es die Autorin schafft, dass sich Charaktere auf den gut 500 Seiten so weiterentwickeln können, ist einzigartig. Man lernt Louisa kennen, die auf schräge Klamotten steht, ein wenig chaotisch ist und für ihr Leben eigentlich keinen richtigen Plan hat. Aber als sie Will besser kennen lernt, verändert sie sich und fängt langsam an, ihre Zeit richtig auszukosten. Außerdem war sie mit ihrer ganzen Art unglaublich sympathisch und facettenreich. Lou war eine Protagonistin, die man einfach gern haben muss. Auch Will hat mir richtig gut gefallen. Ich möchte an dieser Stelle natürlich nicht zu viel verraten, aber auch seine Lebenseinstellung scheint sich im Laufe der Geschichte zu drehen. 

Was mich auch gleich zur Geschichte selbst kommen lässt. Warmherzig, witzig, einfach anders und unglaublich traurig - mit diesen Worten würde ich den Plot beschreiben. Ich habe selten ein Buch gelesen, dass in mir so viele Emotionen und Gefühle durcheinandergewürfelt hat. Ich habe gelacht und geweint, ich habe mit den Charakteren mitgfiebert. "Eine Liebesgeschichte, anders als alle anderen" - liest man auf dem Klappentext. Und ich dachte mir zu Beginn nur: "Was sollte an einer Liebesgeschichte schon so innovativ oder anders sein?". Aber ja, ich kann nur sagen, dieser Satz trifft es genau! Es war wirklich eine der schönsten Liebesgeschichten, die ich bis jetzt gelesen habe. Vor allem auch deshalb, weil sie (fast) ohne Kitsch auskommt, wie ich finde. Natürlich darf etwas Herzschmerz nicht fehlen, aber durch die ernste Thematik verleiht es dem Buch einen ganz besonderen Charme. 

Es wurde aus mehreren Erzählperspektiven geschrieben, was mir auch immer besonders zusagt. Wobei man meistens den Gedanken von Lou folgt.

Für mich war es ein richtiger Page-Turner und auf jeden Fall eines meiner Jahreshighlights 2016. Auf die Buchverfilmung, die bald folgen wird, bin ich auch schon sehr gespannt, wobei ich etwas daran zweifle, dass der Film mit dem Buch mithalten kann, da ich zum Buch kein einziges schlechtes Wort verlieren kann.





Diese berührende Geschichte erhält natürlich die vollen 5 von 5 Eulen von mir.










Kommentare:

  1. huhu
    Ich mag deine Rezension zu dem Buch wirklich sehr gerne!! Mir hat die Geschichte das Herz rausgerissen, aber sie war sooo gut!!! Ich bin echt schon gespannt auf den Kinofilm, ich hoffe er wird mindestens halb so gut wie das Buch!!
    Bin gleich mal als Leserin geblieben!

    Liebe Grüße
    Tamara

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    1. Hallo Tamara,
      vielen Dank das freut mich wirklich sehr :)
      Oh ja, ich bin auch schon sehr gespannt darauf!

      Liebe Grüße

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