Ohne ein Wort - Linwood Barclay [Rezension]



Genre: Psychothriller
Seiten: 492
Verlag: Ullstein
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: 8,95
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Bewertung: 4 von 5 Eulen












"Ich wollte ihr wärt tot!" Diesen grausamen Satz wirft die 14-jährige Cynthia ihren Eltern an den Kopf. Als sie am nächsten Tag verkatert aufwacht, stellt sie schnell fest, dass irgendetwas nicht stimmt. Sie hört niemanden Frühstück zubereiten oder sonstige Dinge verrichten. Ihre Eltern und ihr Bruder scheinen wie vom Erdboden verschluckt. Sie findet keine Hinweise, wo sich ihre Familie aufhält bzw. warum niemand zu Hause ist. Ständig muss sich Cynthia fragen, was wohl mit ihnen geschehen ist, da alle drei ohne ein Wort verschwunden sind.
25 Jahre nach diesen Geschehnissen hat Cynthia eine eigene Familie. Nach und nach tauchen Zeichen aus ihrer Vergangenheit auf. Was passierte damals mit ihren Eltern und ihrem Bruder? Cynthia stellt bald fest, dass auch sie nach so langer Zeit noch in Gefahr geraten könnte.





"Ohne ein Wort" ist ein Psychothriller, der aber fast gänzlich ohne Blut auskommt. Trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb geht er einem sehr nahe. Zumindest ist es mir beim Lesen so ergangen. Man fühlt von Anfang an mit der Protagonistin mit, die dieses Trauma auch 25 Jahre später noch nicht überwunden hat. Damit sie endlich damit abschließen kann, möchte Cynthia nun endlich die Wahrheit erfahren.

Gemeinsam mit ihrem Mann rätselt man die gesamte Geschichte über mit, was wohl mit der Familie passiert sein könnte. Wurden sie ermordet? Wenn ja, warum? Und weshalb wäre dann Cynthia am Leben geblieben? Oder sind sie nicht tot und haben sich irgendwo anders ein neues Leben ohne Cynthia aufgebaut? Aber weshalb sollten sie soetwas tun? Diese und noch viele Fragen mehr beschäftigen die Protagonistin tagtäglich. Sie tat einem während des Lesens sehr Leid, und ich konnte ihre Taten nachvollziehen. Auch ihr Mann war in der Geschichte sehr sympathisch und versuchte, Cynthia so gut es geht zu unterstützen. Man hatte das Gefühl, die beiden sehr gut kennenzulernen und ihre Gefühle, Ängste und manchmal auch Aggressionen zu verstehen.

Die Geschichte an sich ist wunderbar spannend gestaltet. Genau das, was ich von einem Psychothriller erwartet hatte. Der Autor ließ zwischendurch immer wieder zwei Personen zu Wort kommen, von denen man nicht genau weiß, wer sie sind. Allerdings gehen ihre Gespräche in eine eindeutige Richtung. Ich wollte das Buch von Beginn an nicht mehr aus der Hand legen und war außerordentlich gespannt auf die Auflösung bzw. das Finale.

Die Lösung des Rätels gefiel mir auch wieder sehr gut. Auf diese Geschichte wäre ich niemals gekommen, hier hatte der Autor sehr gute Einfälle. Wovon ich mir allerdings etwas mehr versprochen habe, ist der "Showdown" am Ende des Buches. Ich weiß nicht warum, aber sobald man wusste, was damals vor 25 Jahren geschehen ist, war die Luft für mich etwas draußen. Auch wenn das Ende aufregend und actionreich gestaltet war, war die Spannung für mich einfach verflogen.

Dies tut der ganzen Geschichte aber sicherlich keinen Abbruch und ist auch mein einziger Kritikpunkt an diesem Buch. Auch der Schreibstil ließ sich flüssig lesen und die knapp 500 Seiten hatte ich innerhalb kürzester Zeit durchgelesen.








Dieses Buch erhält von mir 4 von 5 Eulen. Ein solider Psychothriller, der mir sehr viel Spaß beim Lesen bereitet hat.








Kommentare:

  1. Sehr schöne Rezension! Die Idee mit den Eulen finde ich total süß :)
    Freue mich auf mehr von dir!

    Love,
    Christina ♥
    cinapeh.blogspot.de

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    1. Hallo Christina,
      Dankeschön, das hört man gerne :)

      Liebe Grüße
      Andrea

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