Die Eismacher - Ernest van der Kwast [Rezension]





Genre: Roman
Seiten: 379
Verlag: btb
Ausgabe: Hardcover
Preis: 19,99 (DE)

Bewertung: 2 von 5 Eulen







Die Talaminis haben sich seit Generationen einer Sache verschrieben: Der Herstellung von Eis in allen nur erdenklichen Sorten. Jedes Jahr begibt sich die aus Italien stammende Familie nach Rotterdam, um dort das Eis im eigenen Café zu verkaufen. Einzig Giovanni möchte mit der Tradition brechen: Er interessiert sich viel mehr für die Literatur, und dies scheint die beiden Talamini-Brüder zu entzweien, bis Luca, der jüngere Bruder, mit einer ungewöhnlichen Bitte an Giovanni herantritt.









Ich hatte mich wahnsinnig auf dieses Buch gefreut. Das Cover ist wirklich hübsch und verspricht ein locker-leichte Sommergeschichte über eine Eismacher-Familie, verwoben mit einer Liebesgeschichte und den Hintergründen des Eiscafés. Leider wurde ich bitter enttäuscht.

Beginnen möchte ich mit den Charakteren: Selten kann ich beim Lesen eines Buches behaupten, dass ich mit KEINER einzigen Person der Geschichte etwas anfangen kann. Leider war es hier aber der Fall. Der Protagonist Giovanni möchte mit der Literatur sein Geld verdienen und nicht wie die anderen Familienmitglieder Eis herstellen. Ich konnte aber, entgegen dem Klappentext, keine Liebe zu diesem Thema finden. Er kam mir die ganze Geschichte über wirklich gleichgültig vor, ob er nun von Gedichten oder von Vanilleeis sprach. Auch wenn man einige Zitate von Dichtern in den einzelnen Kapiteln findet, die Freude und Leidenschaft für das Geschriebene konnte mir Giovanni absolut nicht vermitteln.
Auch die anderen Charaktere haben mir leider gar nicht gefallen. Eine Liebe zu deren Beruf konnte ich auch bei ihnen nicht feststellen - ganz im Gegenteil. Meistens beschwertenen sie sich, wie schwer sie es haben, da sie den ganzen Sommer über arbeiten müssen, und kaum Freizeit haben. Natürlich kann man dies in gewisser Weise nachvollziehen, aber dennoch hätte ich mir etwas Leidenschaft und Begeisterung für das selbst hergestellte Eis gewünscht. 

Auch die Atmosphäre war überhaupt nicht wie erwartet. Die Geschichte spielt teilweise in der Vergangenheit und erzählt unter anderem von den Anfängen der Eismacher und der Eisherstellung, was ich an sich interessant gefunden hätte. Aber leider hatte ich einfach keinen Bezug dazu und fand nicht in die Geschichte hinein. Auch die Abschnitte in der Gegenwart konnten mich nicht überzeugen, was wohl auch stark an den Charakteren lag, die träge, genervt und traurig wirkten. Leider kam beim Lesen bei mir Langeweile auf.

Der Schreibstil war in Ordnung, aber nichts Besonderes und wirkte etwas zu gewollt. Die Geschichte kam einfach nicht voran, ich hatte immer das Gefühl, dass sich alles im Kreis dreht und wiederholt ausgeführt wird. Die eingeflochtenen Passagen von Poesie waren eine schöne Idee, leider kannte ich keines der Gedichte davon.

Schlussendlich war ich froh, als ich das Buch zu Ende gelesen hatte. Sehr viel Positives kann ich aber nicht davon berichten. Was mir unendlich Leid tut, da mich das Thema unheimlich angesprochen hat. 






Leider kann ich hier nur 2 von 5 Eulen vergeben, da mich die Geschichte richtig enttäuscht hat.










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