In Todesangst - Linwood Barclay [Rezension]


Genre: Thriller
Seiten: 448
Verlag: Ullstein
Ausgabe: ebook / Taschenbuch
Preis: 8,99  / € 9,95
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Bewertung: 4 von 5 Eulen












Die 17-jährige Sydney verbringt den Sommer bei ihrem Vater, den sie nicht jeden Tag um sich hat, da ihre Eltern getrennt leben. Dennoch scheinen sich die beiden gut zu verstehen, wenn es auch ab und an kleinere Streitereien gibt. Sydney arbeitet die Sommermonate über in einem Hotel, doch kommt eines Abends nicht von dort zurück. Natürlich beginnt ihr Vater Tim sich große Sorgen zu machen und fährt dorthin. Doch als er sich im Hotel nach ihr erkundigt, sind sich die Angestellten sicher, den Teenager noch nie zuvor gesehen zu haben. Tim beginnt sich zu fragen, wie gut er seine Tochter wirklich kennt.






Nach "Ohne ein Wort" von Linwood Barclay war ich sehr neugierig auf dieses Buch und ob es mich auch so fesseln kann. Und tatsächlich: Der Autor hat es wieder geschafft, mich mit der Geschichte in seinen Bann zu ziehen.

Zu Beginn lernt man erst Sydney kennen, die eine normale 17-jährige zu sein scheint. Da sie aber schon am Anfang des Buches verschwindet, erfährt man nicht sehr viel über sie und ihren Charakter. Ganz anders bei ihrem Vater Tim. Dieser ist sehr sympathisch und der Autor schuf mit ihm einen rundum ausgebauten Protagonisten, mit dem man die gesamte Geschichte lang mitfühlt. Seine Ängste und Verzweiflung kann man durch die Zeilen fast selbst spüren. Wir begleiten ihn bei einer Achterbahn der Gefühle. Es ist ein ständiges auf und ab zwischen Hoffnung, Verzweiflung, Wut und Ratlosigkeit. Auch die weiteren Charaktere haben mir gut gefallen und ihre Handlungen waren schlüssig.

Die Geschichte ist äußerst spannend geschrieben. Der Autor hat es auch hier wieder geschafft, den Leser miträtseln zu lassen. Immer wieder schöpft Tim neue Hoffnung, seine Tochter finden zu können, die dann aber durch bestimmte Ereignisse wieder zerstört wird. Was mir sehr positiv aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass der Autor immer wieder kleine Begebenheiten in die Geschichte einstreut, welche zu einem späteren Zeitpunkt eine wichtige Bedeutung haben. Die Handlung ist somit sehr rund und jede Kleinigkeit kann wesentlich werden.

Mein einzier Kritikpunkt ist die Auflösung der gesamten Geschichte. Auch wenn die Spannung bis zum Schluss erhalten blieb, fehlte mir hier noch etwas. Ich kann zwar nicht behaupten, das Ende vorhergesehen zu haben, aber dennoch konnte es mich nicht vollends überzeugen. Nichtsdestotrotz verschuf mir das Buch einige Stunden Lesevergnügen und -spannung und ich kann es auf jeden Fall allen Thriller-Liebhabern weiterempfehlen.








Ich bewerte diese Geschichte mit 4 von 5 Eulen. Ein solider und spannender Thriller. 








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